Tilo Prückner ist gestorben


Tilo Prückner ist am 2. Juli in Berlin gestorben.

Er war ein großer Schauspieler und ebenso war er ein Autor, mit dem man nicht nur bestens zusammenarbeiten konnte – man konnte auch sehr gut mit ihm feiern.

Die Welt verliert mit ihm einen uneitlen Künstler, der sich bei allem Wissen um sein Können doch nie für etwas Besseres hielt.

Und wir verlieren einen Freund.

 

Tilo Prückner, geboren 1940 in Augsburg, war Schauspieler und Bühnenautor. Er brach sein Jura-Studium ab, um in München Schauspiel zu studieren. Nach Engagements in München, St. Gallen, Oberhausen und Zürich spielte er Anfang der Siebzigerjahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, deren Gründungsmitglied er war, und am Bayerischen Staatsschauspiel. Größere Bekanntheit erlangte er als Darsteller des Neuen Deutschen Films. Seitdem verkörperte er in zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionen überwiegend exzentrische Charaktere aller Art. Große Erfolge feierte er unter anderem als Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in „Adelheid und ihre Mörder“ sowie als Eduard Holicek im Hamburger „Tatort“ oder in den Filmen „Bomber & Paganini“, „Der Schneider von Ulm“, „Der Willi-Busch-Report“ und „Iron Sky“.

Er verfasste die Bühnenstücke „Meier muß Suppe essen“ (1999) und gemeinsam mit Roland Teubner „Gilgamesch und Engidu“ (1984).

„Willi Merkatz wird verlassen“ war Tilo Prückners Debütroman.

Tilo Prückner starb im Juli 2020 in Berlin.