Philipp Böhm Lesung „Supermilch“

 

Die Geschichten in „Supermilch“ erzählen von einer unruhigen, nervösen Zeit: Von der Transformation der Arbeitswelt, vom digitalen Alltag und der Zerstörung der Natur. Die Menschen fühlen sich überfordert von der Lohnarbeit, die doch angeblich mehr sein soll als nur Arbeit. Sie sind ermüdet von der ständigen Suche nach der besten Version ihrer selbst und können doch nicht davon lassen. Sie haben Angst, aber können nicht sagen wovor. Einen normalen Tag herumzubringen, scheint in dieser Welt das Einfachste und Schwierigste zugleich zu sein. Also stürzen sie sich in Privatobsessionen, suchen ihr Glück im Ausstieg, steigern sich in obskure Internet-Phänomene hinein oder wählen sinnlose Gewalt als letztes Mittel.
„Supermilch“ wirft einen Blick in die Zukunft – und die ist bedrohlich, flimmernd und wild.

Philipp Böhm wurde 1988 in Ludwigshafen geboren. Sein Debütroman „Schellenmann“ erschien 2019 im Verbrecher Verlag. Er ist Mitglied der Redaktion des Literatur- und Kulturmagazins Metamorphosen, schreibt für die Wochenzeitung Jungle World und arbeitet für das Kreuzberger Literaturhaus Lettrétage.
Er lebt und arbeitet in Berlin. 2014 bekam er das Bremer Autor*innenstipendium. 2020 wurde er mit dem Hauptpreis der Literatur-Biennale Wuppertal ausgezeichnet. Außerdem ist er mit dem Text „Staub“ im MiniLit-Heft Nr. 3 des Bremer Literaturkontors vertreten.
Gefördert durch das Kulturamt Bremerhaven

Eine Veranstaltung mit der Buchhandlung Hübener.

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung hier.

 

24.06.2022 | 19.00 Uhr

Philipp Böhm

Lesung

Ort
das beet

Kistnerstraße 54

27576 Bremerhaven