Insert Female Artist Festival: »Beunruhigende Ichs« – Politik und Prekarität der ersten Person. Mit Isabelle Lehn

 

Mit Isabelle Lehn („Frühlingserwachen", 2019) und Hanna Engelmeier (Moderation) spricht Dilek Güngör auf einem Podium im Rahmen des Insert Female Artist Festivals in Köln über das „Ich“ in der Gegenwartsliteratur und liest aus ihrem neuen Roman „Vater und ich“.

Das ICH hat Konjunktur in der Gegenwartsliteratur. Sowohl in fiktionalen Texten als auch im Sachbuch oder im Journalismus gilt der Hochwert Ich, gilt die Erfahrung und bekommt die Autorin Aufmerksamkeit, die als ›Gesamtpaket‹ auftritt und deren Erlebnisse und Herkunft sich mit der erzählten Welt decken. Wir wollen Vorteile und Fallen dieses Authentizitätsanspruchs diskutieren, identitätspolitische Bewegungen im Literaturbetrieb nachverfolgen und literarische Formen, wie die Popularität von Autofiktionen und Ich-erzählten Sachbüchern besprechen. Nicht zuletzt gilt es nach emanzipatorischen Überschreitungsformen in der Gegenwartsliteratur zu suchen, in denen Autorinnen das Potential der Ich- als Selbsterzählung nutzen und sich gleichzeitig von einem betriebserzwungenen Deckungsanspruch befreien.

In Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Weitere Informationen sowie das gesamte Festivalprogramm finden Sie hier.

 

24.09.2021 | 16.15 Uhr

Dilek Güngör

Lesung und Gespräch

Ort
Alte Feuerwache Köln

Melchiorstr. 3
50670 Köln

www.altefeuerwachekoeln.de