Erinnern stören. Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive (ONLINE)

 

1990 wird bis heute gefeiert als das Jahr der Wiedervereinigung. Ost und West wurden wieder ein Ganzes – was einst getrennt, war nun vereint. Doch was Millionen von Menschen als Anlass zur Freude diente, sorgte für den Ausschluss anderer. Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda, Solingen, Mölln. War der Fall der Mauer der Startschuss für den enormen Anstieg rechter Gewalt in den 1990er Jahren? Wie veränderte sich das Leben für Gastarbeiter:innen, Sinti und Roma und Geflüchtete im wiedervereinten Deutschland? Erinnern stören reflektiert den Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive. In zahlreichen Beiträgen kommen Zeitzeug:innen sowie Personen aus Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zu Wort, die die Geschehnisse Anfang der 1990er Jahre in ein völlig neues Licht tauchen.  

 Was da zum Vorschein kommt, diskutieren Lydia Lierke, 1990 geboren in Hoyerswerda, und Massimo Perinelli, Kind italienischer Gastarbeiter:innen, mit Ex-Salon-Mitarbeiterin Anna-Lena Oldehus.

 

Zum Buch


Lydia Lierke, geboren 1990 in Hoyerswerda, ist Politikwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied der „Initiative 6. April“ in Kassel, unterstützt das Bündnis „NSU-Komplex auflösen“ und beschäftigt sich mit der Aufarbeitung deutsch-deutscher Erinnerungspolitik mit dem Schwerpunkt auf Migration.

Massimo Perinelli ist Historiker. Er lebt und arbeitet als Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er ist Mitglied von Kanak Attak, Mitbegründer der Initiative „Keupstraße ist überall“ und hat das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ mitinitiiert. 2018 gab er den Band „Die Macht der Migration“ (2018) heraus.

17.05.2021 | 20.00 Uhr

Lydia Lierke und Massimo Perinelli

Buchvorstellung und Gespräch

Ort
Literarischer Salon Hannover

Universität Hannover
Königsworther Platz 1
30167 Hannover


(0511) 762 - 82 32
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www.literarischer-salon.uni-hannover.de