Ein Haus voller Wände

Ein Haus voller Wände

Frédéric Valin
Hardcover, 202 Seiten
Preis: 24,00 €
ISBN: 9783957325341


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Wie prägt das Pflegen einen Menschen, wie prägen ihn die Gepflegten? Nach seinem Buch »Pflegeprotokolle« (2021), in dem er Berichte über die Care-Arbeit anderer protokollierte, widmet sich Frédéric Valin nun in einem autobiografisch gefärbten Roman der eigenen Pflegetätigkeit. Sieben Jahre lang arbeitet der Protagonist auf einer Gruppe mit Menschen, die als geistig behindert gelten, und lernt dabei nicht nur die Bewohner*innen kennen, sondern auch etwas über die Macht, die ihm übertragen wird, die Machtlosigkeit der Bewohner*innen, er hinterfragt die Mechanismen des Pflegesystems und die gesellschaftlichen Gewissheiten über Krankheit, Behinderung und Tod – und er wird dabei selbst sensibler seiner Umwelt gegenüber.

»Ein Haus voller Wände« ist mehr als ein Bericht von einer Arbeit, das Buch umkreist die verschiedenen Aspekte, die sich in der kleinen Wohngruppe zeigen. Darüber aber vergisst es die Menschen nicht, die hier zusammenkommen und ihre schönen, traurigen, lustigen Momente teilen. So entsteht ein bewegender Roman zu einem der drängendsten Probleme unserer Zeit.

Es gibt […] kaum Literatur von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung über sich selbst, aber man kommt schon näher dran, wenn man will, und das wollte ich versuchen.

Frédéric Valin im Gespräch mit Marit Hofmann im Freitag

 

Valins Erzählung ist eine kluge Analyse der Sorgearbeit und ihrer Umsorgten, die jeder lesen sollte, um zu verstehen, wie gesellschaftliche Teilhabe und Ausschluss in der Praxis funktionieren.

Verena Scheithauer / Stadtrevue

 

Das Buch liefert einen authentischen Blick auf unser Pflegesystem und „die vielschichtigen Ausschlußkriterien, die in dieser Gesellschaft wirken“. Leseempfehlung!

co_winterstein

Frédéric Valin im Interview mit Thore Fahrenbach von Litradio

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