Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen

Gojnormativität. Warum wir anders über Antisemitismus sprechen müssen

Judith Coffey / Vivien Laumann
Broschur, 200 Seiten
Preis: 18,00 €
ISBN: 9783957325006


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Auch als E-Book in allen einschlägigen Stores erhältlich (Epub / Mobipocket, 12,99 €).


Antisemitismus und jüdische Perspektiven stellen häufig eine Leerstelle in intersektionalen Debatten und Debatten über Intersektionalität dar. Das vorliegende Buch macht jüdische Positionen und Erfahrungen mit dem Konzept der Gojnormativität artikulier- und sichtbar. Es lotet das Verhältnis von Jüdischsein und Weißsein aus, geht der spezifischen Unsichtbarkeit von Juden_Jüdinnen nach und schaut sich Debatten über Antisemitismus und Gedenkpolitiken mit einem spezifischen Fokus an. »Gojnormativität« fordert ein anderes Sprechen über Antisemitismus ein sowie das konsequente und bedingungslose Einbeziehen von Juden_Jüdinnen in intersektionale Diskurse und Politiken. Gleichzeitig ist das Buch ein engagiertes Plädoyer für solidarische und intersektionale Bündnisse und Allianzen.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Einleitung


2. Jude und Goj


3. Gojnormativitätskritik


4. Jüdischsein und Antisemitismus in Intersektionalitätsdebatten


5. Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten von Juden_Jüdinnen


6. Gojnormativität in der Erinnerung an die Schoa und an aktuelle antisemitische Gewalt


7. In der gojischen Komfortzone: Abwehr von Antisemitismuskritik


8. Das große Gojlaber: Vom gojnormativen Reden über Antisemitismus


9. Raus aus der gojnormativen Komfortzone! Für solidarische Bündnisse und Allianzen
gegen Antisemitismus  

 

 

Wir verstehen Gojnormativität nicht als Ersatz für den Begriff Antisemitismus, sondern als Ergänzung. Antisemitismus beschreibt ein Herrschaftsverhältnis und ein Welterklärungsmodell, also wie Juden:Jüdinnen diskriminiert, ausgeschlossen oder angefeindet werden. Der Begriff Gojnormativität hilft, zu beschreiben, wo das Nicht-Jüdische zur Norm erklärt wird.

Judith Coffey und Vivien Laumann im Interview mit Muri Darida auf ze.tt

 

Wie redet unsere Gesellschaft über Jüdinnen und Juden? Fast ausschließlich aus der Perspektive der Nicht-Juden, der "Gojim". Das kritisieren die Autorinnen und Autoren des Bandes "Gojnormativität", denen daran gelegen ist, diesen Diskurs zu erweitern.

"Gutenbergs Welt" WDR 3

 

Wir versuchen klarzustellen, dass wir sowohl Gojnormativität als auch Antisemitismus als strukturelle Verhältnisse verstehen, die sich auch materiell zeigen.

Judith Coffey und Vivien Laumann im Interview mit Magda Albrecht im Missy Magazine

 

Man wundert sich bei der Lektüre, dass bisher noch niemand mit [dem Begriff Gojnormativität] gearbeitet hat. Ein anregendes, sehr lesenswertes Buch, das die Debatte weiterbringt.

Beate Meierfrankenfeld / BR Kultur

 

Dass die präzise Gesellschaftsanalyse von persönlichen Anekdoten durchbrochen wird, macht „Gojnormativität“ zu einer eindrücklichen Lektüre. [...] Auf knappem Raum führen die Autorinnen aus, warum sich Jüdischsein in die klassischen Identitätskategorien Volk, Religion oder Kultur nicht fügt und simple Zuordnungen unzulänglich sind. 

Christoph David Piorkowski / Tagesspiegel

 

Bücher wie [...] "Gojnormativität" zeigen beispielhaft, dass sich eine neue Generation von Jüdinnen und Juden zu Wort meldet, die im Nachdenken über den Antisemitismus ihre eigene Position in von Gojnormativität geprägten Gesellschaften reflektiert und darüber mit Nichtjuden in einen Dialog tritt. 

Ulrich Gutmair / Philosophie Magazin

 

"Gojnormativität" ist die Methode, mit der die Normsetzungen der Mehrheitsgesellschaft dekonstruiert werden können, letztlich ein Aufruf zu einem Strategiewechsel beim Kampf gegen Antisemitismus.

Dr. Norbert Reichel / Demokratischer Salon

 

[Die] Abwesenheiten zeigen sich zum Beispiel daran, dass Antisemitismus in der Regel fehlt, wenn unerwünschtes Verhalten, also zum Beispiel Sexismus, Rassismus oder Transfeindlichkeit in linken Räumen aufgezählt wird. Oder auch daran, dass man in Stellenausschreibungen nie eine Ermutigung für Juden:Jüdinnen liest, sich zu bewerben, auch wenn andere marginalisierte Personen angesprochen werden. Diese Entnennung macht Betroffene unsichtbar.

Judith Coffey und Vivien Laumann im Interview mit Belltower.News

 

Lest dieses Buch. Hinterfragt eure individuellen Positionen, hinterfragt eure Haltungen. Lest Coffey und Laumann.

Peter Zielke / literaturnova

 

Ein unglaublich kluges und wertvolles Buch, welches für gojpositionierte Personen ebenso einen Überblick über aktuelle Debatten wie auch viele Denkanstöße bietet. 

Peps Gutsche / Antifa Magazin

Judith Coffey und Vivien Laumann über "Gojnormativität" in Bayern 2 Diwan